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Die Leidenschaft für die Thermen ist sicher den alten Römern zuzuschreiben, die das gesamte römische Volk zum Erholen, zum geselligen Beisammensein und zum Wohlfühlen nutzte, und diese Thermen haben sie in alle ihre Kolonialgebiete exportiert.
Rom war die Wiege des Thermaltourismus. Die größten römischen Thermen waren die Thermen des Diokletian, die Thermen von Carcalla, die Thermen von Tito, Agrippa, Nero und Konstantin. Von all dieser Pracht sind heute nur noch wenige Zeugnisse übrig geblieben, wie die Thermen Acque Albulae in Bagni di Tivoli.

Die Thermen von Fiuggi (FR) in der gleichnamigen Kleinstadt mittelalterlichen Ursprungs sind weltberühmt. Das Wasser ist wegen seiner hohen Reinigungskraft sehr wertvoll. Außerdem liegen die Thermen von Fiuggi in einem landschaftlich und architektonisch sehr reizvollen Umfeld: inmitten von Eichen- und Pinienwäldern gelegen sind sie von Dörfern und uralten Stadtzentren umgeben.
In Castel Sant’Angelo, einem Bezirk in der Provinz Rieti, befinden sich die Thermen von Cotilia. Castel Sant’Angelo liegt eingebettet im Velino-Tal, wegen seiner unter- und oberirdischen Quellen eines der reizvollsten Täler des Apeninns. Die Römer machten daraus ein Reiseziel für Thermaltourismus, wie die Überreste der Straßen einiger Kaiser, wie Tito und Vespasian beweisen.